2008-06-30

Dignitas, Exit oder wie weit darf Direktmarketing gehen?

Von sirjoesardella @ 19:24 [ Crazy ]


„Kommen sie doch näher!“ fordert die Aufschrift auf dem Plakat an der U-Bahnstation. „Wie bitte?“ Ja genau, das haben sich unsere absurdischen Reporter auch gedacht.

Ist das eine Aktion der „Versteckten Kamera“?
Haben sich da einige Vorstandsmitglieder einer Sterbehilfe-Organisation eine neue Masche ausgedacht?
Ist das ein pubertärer Scherz von Jugendlichen?


Nein, es ist die makabre Masche einer innovativen Werbeagentur, die für ein Bestattungsunternehmen eine Plakataktion in Auftrag erhalten hat. So etwas hat die Welt seit den Schok-Kampagnen von „Benetton“ in den späten 80er und frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht mehr auf Plakat öffentlich gesehen.

Diese Aktion bucht der Werbefachmann und Marketing-Dozent unter den Begriffen „Nähe zum potentiellen Kunden schaffen“ oder „Den Kunden gezielt zum Entscheid führen“ ab!

Wie wollen wir diese neue Art von Werbung nennen? Geben wir dem Bild den Titel „Extrem Direct Marketing“ oder „Individual Free Style Death Pushing“! Hauptsache Englisch, der Sprache der Werbung – obwohl Bilder in der Regel mehr aussagen als Slogans!

Na ja, immerhin soll am Ende des langen, dunkeln Tunnels wieder Licht erscheinen…
...also sowohl für die, die die U-Bahn nehmen, wie auch für die, die die U-Bahn mitnimmt!

Wer Andern eine Grube gräbt, ist Totengräber!

Sir Joe – „Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!“

Wahlzirkus in Afrika oder neuer Stoff für "Rambo"-Fortsetzung?

Von sirjoesardella @ 08:34 [ Crazy ]


Wenn in Afrika gewählt wird, kann es immer noch vorkommen, dass das Volk zwischen EINEM Kandidaten wählen darf.

Da muss man das Sprichwort "Wer die Wahl hat, hat die Qual" wohl eher in "Wer wählt, wird NICHT gequält" angepasst werden.

Das könnte doch der Stoff für eine weitere Fortsetzung des "Rambo-Epos" sein. Der unbändige US-Rebell, der weltweit nach Vietnam, Laos, Afghanistan nun auch noch auf dem afrikanischen Kontinent in Zimbabwe gegen den "Polit-Clown" Mugabe mit dem Charly Chaplin Schnauzer nach dem "Wahlzirkus" antritt und in der Manege für Feuer, Spannung und Action sorgt.

Wer hat sich gewundert, dass dieser einzige Kandidat mit einer überwältigenden Mehrheit von über 85% gewählt wurde?
Wen haben wohl die restlichen 15% gewählt?

In Afrika - wie im Rest der Welt - ist die Demokratie, die Diktatur der Mehrheit und wer oder was die Mehrheit ist, entscheidet, wer bereits an der Macht ist...

Sir Joe - "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"

2008-06-27

Bushs positive Bilanz, der Mann im Mohn oder Rekordernten in Afghanistan!

Von sirjoesardella @ 07:00 [ Crazy ]


Während die Weltgemeinschaft unter der Last des Klimawandels, Dürren, Überflutungen und Lebensmittelknappheit stöhnt, kann in Afghanistan eine Rekordernte erzielt werden!

Der Ertrag aus dem Anbau von Mohn, respektive Opium konnte innerhalb von zwei Jahren verdoppelt werden! Respekt und Kompliment an die fleissigen Afghanen.
Da sieht man, dass der Einsatz der UNO-Schutztruppen am Hindukusch und die amerikanische Intervention in Afghanistan im Rahmen des Kampfes gegen den Terrorismus so richtig Früchte trägt!
Wir gehen davon aus, dass die Rekordernte vom scheidenden US-Präsidenten in seine positive Bilanz aufgenommen werden dürfte...

Freuen wir uns beim Brötchenkauf beim Bäcker um die Ecke, dass wir trotz weltweiter Lebensmittelknappheit auf unsere geliebten Mohnbrötchen und Mohnschnitten in absehbarer Zukunft NICHT verzichten müssen!

Sir Joe - "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"

2008-06-26

Guantanamo light oder Berlusconis verschärfte Politik gegen die Einwanderung

Von sirjoesardella @ 15:58 [ Dinge die die Welt nicht braucht! ]


Kaum ist der kleine Mann mit dem eingepflanzten Haar, der Solarium gegerbten Haut und dem Lifting-Grinsen im Gesicht an den Hebeln der Macht - wenn man als Präsident von Italien von Macht sprechen kann – schon hagelt es Verordnungen und Gesetze!

Der neuste Coup des mailänder Medien-Duce ist ein verschärftes Einwanderungsgesetz mit automatischer Strafverfolgung bei illegaler Einwanderung. Das neue Gesetz würde sogar dem Chrigu in der Schweiz gefallen! In Italien sollen demnach in Zukunft illegale Grenzübertritte mit bis zu 18 Monaten Haft bestraft werden. Ein Volk von Auswanderer will sich plötzlich selber vor Einwanderung schützen? Das wir nicht lachen…

In den betroffenen Regionen der Inseln Lampedusa, Pantelleria und Sizilien sowie an den Küsten von Apulien, Kalabrien und Kampanien sollen die „Illegalen“ in Auffanglagern und Gefängnissen interniert werden. Eine inoffizielle Umfrage absurdischer Reporter unter illegalen Einwanderern aus Schwarzafrika, dem Magreb, Irak und Pakistan ergab:

Die meisten Einwanderer begrüssen die Initiative Berlusconis. „Wir sind froh, dass wir vom italienischen Staat 18 Monate lang mit Kost und Logis versorgt werden. Das meiste Geld ging nämlich für die abenteuerliche Überfahrt drauf! Grazie Silvio. Lieber verpflegt und eingesperrt in Italien, als frei und hungernd zu Hause.“

Beobachten wir die Geschehnisse in Italien weiter mit einem Augenzwinkern oder heben wir den moralischen Finger? So oder so! Es ist das typische italienische Chaos und das übliche Sommertheater in bella Italia!
Die Küstenwache, Finanzpolizei und die Carabinieri werden für die Bewachung der Einwanderungszentren eingesetzt. Für die Müllentsorgung ist die Armee im Einsatz und wenn alles gut geht, werden nach Silvios Plan wohl bald Mafia, N’drangetta oder Camorra in Italiens Städten und Strassen für Ruhe und Ordnung sorgen.

„Tu Gutes und sprich darüber!“

Sir Joe – „Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!“

Guckst Du oder Döner, Weissbier und ein Eis am Stiel

Von sirjoesardella @ 07:35 [ News aus Absurdistan ]


Eigentlich wollte ich das gestrige Fussballspiel Deutschland gegen die Türkei Draussen entweder in der Dönerbude oder im Biergarten verfolgen. Wetterbedingt ging ich dann rein zum Chinesen und sass an meinem Lieblingsplatz neben dem 5000 Liter Aquarium.

Nebst einem verliebten Paar, das sich gaaaanz tief in die Augen schaute, war ich der einzige Gast im Lokal. Nach der Frühlingsrolle und den Wan Tan fiel in der 22. Minute das 1:0 für die Türkeit. Ich verschluckte mich fast und der grosse Fisch im Aquarium traute auch seinen Glubschaugen nicht. Er schien mir "Guckst Du!!!" zu zu flüstern.

Ein Spiel, bei dem wohl viele in Europa "Guckst Du" gerufen haben. Eine starke Leistung einer sogenannten "Rumpfmannschaft" gegen glückliche Deutschen, die in türkischer Manier das Spiel in den letzten Sekunden kippen konnten.

Zur Feier des Tages gönne ich mir ein Eis am Stiel - das feiert ja Heute schliesslich seinen 105. Geburtstag!

Hoffentlich holt man sich keine Lebensmittelvergiftung von dem alten Eis!

Sir Joe - "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"

2008-06-25

Ein Schuss in Israel oder Carla Bruni duckt sich?

Von sirjoesardella @ 07:22 [ News aus Absurdistan ]


Plötzliche Hektik bei der Abreise des kleinen "Super-Sarko" mit seiner grossen Carla Bruni aus Israel. Ein Schuss - wir meinen damit nicht Carla - die Security eilte herbei und die Schöne und das Biest verschwanden im Flugzeug. Was war los?

Wie sich herausstellte war die Sorge umsonst und es handelte sich nicht um ein hinterhältiges Attentat auf den kleinen Napoleon.

Ein absurdischer Paparazzo wollte nur einige Schnappschüsse machen und für seine Zeitung ein oder zwei heisse Fotos schiessen. Leider war der Auslöser seiner Kamera zu laut!

Nun ja, das Paparazzo-Leben ist auch nicht mehr was es einmal war! Da wird man von Prinzen mit Schirmen traktiert oder von drogensüchtigen Sängern verprügelt, von Schauspielern beschimpft oder von Spezialeinheiten des Mossad verhaftet.

Beim nächsten Auftrag werden unsere Reporter mit unauffälligeren Kameras undercover reisen!

Sir Joe - "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"

2008-06-24

Raubkopien in den Fanmeilen oder sind wir nicht alle ein bischen BLUNA?

Von sirjoesardella @ 07:15 [ Dinge die die Welt nicht braucht! ]


Werden die hohen Betriebskosten und die anfängliche Flaute für die Verpflegungsbuden an den Euro 08 Fanmeilen durch Kostensenkungen aufgefangen?

Viele Budenbesitzer reduzierten in den ersten Tagen der Euro 08 die Personalbestände, weil die Kundschaft ausblieb. Einige Stände machten aufgrund des schlechten Wetters und des fehlenden Zulauf an Publikum gar die Buden dicht. Bei den Produkten wurde der Preiskampf schon im Vorfeld geführt und einige, findige Betreiber deckten sich nach bisher unbestätigten Meldungen sogar mit Getränke-Generika ein....

Es bleibt nur zu hoffen, dass nicht zu viel "SASA", "Hello Cola" und "Smile" auf den Schweizer Markt geschmuggelt wurde, sonst müssen wir diese abscheulichen Raubkopien aus Fernost noch lange konsumieren...

Gottseidank gibt es als Alternative noch Bier!

Sir Joe - "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"

2008-06-23

Rüstungsprogramm der Schweizer Luftwaffe setzt auf Seriosität oder Tarnung ist Alles!

Von sirjoesardella @ 14:33 [ Crazy ]
Nachdem die Spitzen der Schweizer Armee wiederholt in der Kritik der Medien stehen, muss auch der vom Volk gewählte Parlamentarier bei Debatten vorsichtiger agieren. Die ohnehin schwierigen Diskussionen über Rüstungsbudgets werden in Zukunft nicht einfacher werden.



Da wird beim Militär tief in der Trickkiste gewühlt. Unser „Undercover“-Agent hat auf einer US-Airbase in Deutschland Schweizer Offiziere bei der Evaluation eines Truppentransportflugzeuges fotografiert. Der auf der Wunschliste der Luftwaffe weit oben vermerkte Truppentransporter des Typs Herkules wurde von den amerikanischen Anbietern als „Tarnkappenbomber“ getarnt.
Im Rahmen des Rüstungsprogramms 2009 oder 2010 will man nun im Zuge der Luftwaffeneinkäufe, den Transporter unerkannt „reinschmuggeln“.

Ohne den amerikanischen Lieferanten und den US-Luftstreitkräften zu Nahe treten zu wollen, sind wir in der Redaktion der Ansicht, dass die eher einfachgehaltene Tarnung den durchschnittlichen Schweizer Parlamentarier NICHT täuschen wird. Niedlich fanden wir die „Tarnkappe“ mit dem Schweizer Kreuz…

Tja liebe Amis, so eine Parlamentssitzung in der Schweiz ist nun mal KEIN Kindergeburtstag und Herr und Frau Schweizer stehen nicht auf Tausende "Luftbalöönli" und "Hurra-Euphorie"...
...wir wollen immer ganz der neutralen Devise von Köbi Kuhn folgen:

"mer wönde emol luege"

Sie waren seltsam gewandet und irrten umher

Sir Joe - "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"

Olé España oder ciao Azzurri ci vediamo in Sudafrica?

Von sirjoesardella @ 07:53 [ Sergio Sardella - Comedy und mehr... ]


Mit der Squadra Azzurra verlässt einer der „üblichen Verdächtigen“ die Fussball Euro 08. Nun ist der Focus von Italien auf Südafrika gerichtet, wo die Vorbereitungsarbeiten für die Fussball WM 2010 im vollen Gange sind.

Wie unsere absurdischen Reporter fotografisch festhalten konnten, sind die südafrikanischen Fussballarenen sind schon fast fertig gestellt. Die Zonen für die Journalisten und die VIP-Lounches müssen noch in der verbleibenden Zeit errichtet werden, doch der Rasen ist schon mal auf Niveau „St. Jakobspark“.

Die Sicherheitskräfte erproben im Zusammenhang mit den Unruhen der vergangenen Wochen schon mal die Sicherheitskonzepte, wobei zu bezweifeln ist, dass Hooligans die weite Reise ans Kap der Guten Hoffnung finanzieren können…

Italien fährt nach Hause und beschert den Tifosi zwei Jahre Qualifikationsspiele, zwei Jahre hoffen, zittern und bangen. Also dann, bis in zwei Jahre in Südafrika bei der nächsten „Panini-Demie“!

Für wen drückt ihr nun eigentlich die Daumen? Für das feurige Spanien, die scharfe Türkei, das eisige Russland oder am Ende doch noch für die Gewinnermentalität Deutschlands?

Sir Joe – „Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!“

2008-06-20

Wo machen Sie Urlaub oder andere Länder, andere Sitten!

Von sirjoesardella @ 13:28 [ Sergio Sardella - Comedy und mehr... ]


Urlaub in Kroatien, Spanien oder Italien? Letztes Jahr war ein Leser von uns in Spanien. Hier der Bericht des Herrn B. aus E. mit Foto von Land, Leuten und Brauchtum:

"Letztes Jahr war ich in Spanien im Urlaub. Schöner Gegend. Mediterranes Ambiente. Eine wahre Touristendestination. Es war viel los und die Einheimischen waren alle sehr nett.

Auf einer Plaza empfingen mich gleich Tausende von Spaniern fröhlich winkend. Sie waren alle in weiss gekleidet und wedelten mir mit einem roten Hals- oder Nastuch zu. Ich winkte erfreut zurück und war über den begeisterten Empfang gerührt.

Sie winkten immer energischer und riefen mir auf Spanisch etwas zu. Es war ein riesiger Lärm und alles hüpfte und winkte und schrie…immer lauter und lauter doch ich konnte die fröhlichen Spanier nicht verstehen, konnte ja kein Spanisch…
Ich stellte meinen Koffer ab und zückte meine Digitalkamera aus der Bauchtasche, um ein Erinnerungsfoto vom tosenden Empfangskomittée fürs Fotoalbum zu schiessen. Ich stellte mich vor die Gruppe und just als ich „abknipsen“ wollte, rannten alle wie von der Tarantel gestochen weg. Nun gut, ich war etwas enttäuscht, dass die Spanier so Kamerascheu sind und drehte mich um…

…das letzte Foto wurde dann zum Knüller meiner Spanien-Erinnerungen! Statt die Menge mit den fröhlichen Spaniern hatte ich nur diesen doofen Stier auf meinem Foto.

Das Foto wurde mir erst nach 10 Tagen Intensiv-Stationsaufenthalt im Uni-Spital Zürich gezeigt, als ich aus Koma erwacht bin! Nächstes Jahr reise ich wieder nach Italien!!!"

Nun Herr B. aus E. wie heisst es doch immer wieder:

"Andere Länder,
andere Sitten,
andere Weiber,
andere Trinkgewohnheiten!"


Sir Joe - "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"

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